BIOGRAFIE

 

Manuel WarwitzGeboren bin ich in der schönen Stadt Salzburg. Bei uns zuhause lief immer das Radio. Der österreichische Klassiksender war fest eingestellt, und wahrscheinlich hatte ich nach meinem ersten Lebensjahr schon den gesamten musikalischen Schatz der abendländischen Musik-Kultur konsumiert. Ich gehe jede Wette ein, dass bei meiner Ankunft gerade „Siegfried” oder „Don Giovanni” gespielt wurde.

Die Musik erklang immer durch alle Räume bis in den Garten, oft bis drei Uhr in der Früh. Auf diese Weise erfuhr auch mancher Nachbar und Polizeibeamter etwas Bildung in klassischer Musik.

Meiner Mutter gelangen die Speisen bei Mozart sehr lieblich, bei Beethoven recht herb und bei Wagner etwas üppig gesalzen. Mein Vater war so musikbegeistert, dass er uns Kinder überallhin mitnahm, in Konzerte und Wagneropern, zu den Salzburger Festspielen oder wo sonst etwas aufgeführt wurde, was ihn interessierte  –  und uns nicht.

Das trug dazu bei, dass ich noch heute kein gutes Sitzfleisch habe und gar nicht so gern in Opern gehe, weil ich weiß, daß ich nach einer halben Stunde schon wieder nach Hause möchte.

Aber die Liebe zur Musik ist geblieben. Ein Engagement bei den Wiener Sängerknaben, für das ich mich selbst entschied, scheiterte nach einem halben Jahr, weil ich schreckliches Heimweh hatte. Damit kann ich übrigens jetzt etwas besser umgehen.

Daraufhin besuchte ich ein musisches Gymnasium, später dann eine benediktinische Klosterschule, was mir insgesamt ein breites Spektrum an Bildung verschaffte.

Von der Geige wechselte ich mit 15 kurzerhand zur Gitarre in einer Rockband, was durch schlechte schulische Leistungen und darauffolgendes Verbot meiner Mitwirkung nur auf eine kurze Zeit beschränkt blieb. Die Lehrer waren froh, dass ich irgendwann mit der Schule fertig war, aber das ist eine andere Geschichte.

Über einige Umwege kam ich wieder zur klassischen Musik zurück und machte eine Ausbildung zum Gesangs- und Geigenlehrer am Mozarteum in Salzburg. Danach studierte ich noch zwei Jahre bei dem phänomenalen Sänger Walter Berry in Wien (als echter Österreicher muss ich erwähnen, dass er Professor und Kammersänger war).

Mich hat in der Musik immer eine bunte Mixtur interessiert, von „alter Musik„ über Oper bis Schlager und Jazz. Und so ist es auf eine Art kein Zufall, dass ich bei Singer Pur gelandet bin, denn hier ist diese Vielseitigkeit gegeben und stellt mich immer wieder vor neue musikalsiche Herausforderungen. Ich kann hier meine Liebe zu dem einzigartigen Charakter eines Renaissance-Madrigals oder einer Vittoria-Motette genauso ausleben wie die zu der Jazzballade „Misty”. Und es gibt noch viel zu entdecken.

Die Zeit vor Singer Pur war ebenso bunt wie mein musikalischer Geschmack. Da gab es viel Gesang, aber auch Gesangspausen, Jobben und eine Weltreise, die keine ganze wurde, mich aber mit der Eisenbahn von Salzburg aus immerhin über Sibirien bis Hongkong führte. Ja,da gäbe es einiges zu erzählen, aber das mache ich erst in dem Buch, das ich schreiben werde, wenn ich alt bin.

Ein wenig Zeit bleibt mir ja noch neben dem Singen. Das ist auch gut so, denn ich habe eine wunderbare Frau und zwei Söhne, die sehr gerne mit Papa spielen  –  am liebsten die ganze Zeit. Und wenn ich dann noch Zeit finde, lese ich gerne, spiele gerne Gitarre, fahre mit dem Rad auf die Berge, mache mit den Inlineskates Sightseeing in fremden Städten, spiele Fußball, Billard, Volleyball und alle anderen Ballsportarten, bin überhaupt gerne in der Natur. Ich mache eigentlich alles gerne außer Spazierengehen.

Wenn ich dann aber einmal innehalte und inmitten des ganzen Trubels zur Ruhe komme, bin ich sehr dankbar dafür, dass es mir und meinen Lieben so gut geht.